körperorientierte Psychotherapie und Traumatherapie

Körperorientierte Psychotherapie


Wenn das Leben aus dem Gleichgewicht gerät

Manchmal gibt es Zeiten im Leben, in denen das, was bisher getragen hat, nicht mehr ausreicht. Vielleicht fühlen Sie sich häufig angespannt oder erschöpft, erleben innere Unruhe oder haben das Gefühl, den Kontakt zu sich selbst zu verlieren.

Möglicherweise stehen Sie vor Veränderungen, die Sie verunsichern. Vielleicht geraten Sie immer wieder in ähnliche Konflikte, stellen Ihre eigenen Bedürfnisse zurück oder merken, dass es Ihnen schwerfällt, Grenzen zu setzen.

Manchmal sind es auch anhaltende Ängste, wiederkehrende Panikattacken oder depressive Gefühle, die den Alltag zunehmend bestimmen.

Nicht immer lässt sich genau benennen, warum etwas belastend ist. Manchmal ist nur spürbar, dass sich etwas verändern soll.

In solchen Situationen kann Psychotherapie einen Raum bieten, in dem Sie mit Ihren Erfahrungen, Gefühlen und Fragen willkommen sind. Einen Raum, in dem Sie sich selbst besser verstehen und in Ihrem eigenen Tempo neue Möglichkeiten entwickeln können.

Körperorientierte Psychotherapie – den Menschen als Ganzes wahrnehmen

Unsere Gedanken, Gefühle und körperlichen Reaktionen stehen in enger Verbindung miteinander.

Belastungen zeigen sich deshalb nicht nur in dem, was wir denken oder fühlen. Sie können auch körperlich spürbar werden – beispielsweise durch Anspannung, Unruhe, Erschöpfung oder das Gefühl, innerlich nicht zur Ruhe zu kommen.

In der körperorientierten Psychotherapie beziehen wir diese Zusammenhänge bewusst mit ein.

Neben dem Gespräch kann auch die Wahrnehmung dessen, was Sie gerade körperlich erleben, einen Platz bekommen. Vielleicht bemerken Sie, dass sich Ihre Atmung verändert, wenn Sie über ein bestimmtes Thema sprechen. Oder Sie spüren, wie Ihr Körper auf Nähe, Distanz, Unsicherheit oder Entlastung reagiert.

Solche Wahrnehmungen können helfen, eigene Reaktionen besser zu verstehen. Dabei geht es nicht darum, etwas Bestimmtes fühlen oder leisten zu müssen. Vielmehr dürfen Sie neugierig entdecken, was in Ihnen geschieht und was Sie in diesem Moment brauchen.


Wenn Ängste, Panik oder depressive Gefühle den Alltag belasten

Psychische Belastungen können sich sehr unterschiedlich zeigen. Manchmal stehen Sorgen und Ängste im Vordergrund, manchmal Niedergeschlagenheit, Erschöpfung oder der Verlust von Freude und Interesse.


Ängste und Panikattacken

Angst ist zunächst eine natürliche Reaktion, die uns auf mögliche Gefahren aufmerksam macht. Wenn Ängste jedoch sehr stark werden, häufig auftreten oder den Alltag einschränken, können sie zu einer erheblichen Belastung werden.

Vielleicht kreisen Ihre Gedanken immer wieder um mögliche Gefahren oder Sie fühlen sich häufig angespannt und in Alarmbereitschaft.

Bei Panikattacken können plötzlich intensive Angst und deutliche körperliche Reaktionen auftreten – beispielsweise Herzklopfen, Atemnot, Schwindel oder Zittern. Solche Erfahrungen können sehr beängstigend sein. Manchmal entsteht zusätzlich die Sorge vor einer weiteren Panikattacke, sodass bestimmte Situationen zunehmend vermieden werden.

In der Psychotherapie können wir gemeinsam betrachten, wie Sie Angst erleben, welche Gedanken und körperlichen Reaktionen damit verbunden sind und was Ihnen im Umgang damit helfen kann.

Dabei ist mir wichtig, dass Sie Ihre Reaktionen besser verstehen und schrittweise mehr Sicherheit im Umgang mit belastenden Situationen entwickeln können.


Depressionen und depressive Verstimmungen

Eine Depression kann weit mehr sein als vorübergehende Traurigkeit.

Vielleicht fühlen Sie sich über längere Zeit niedergeschlagen oder innerlich leer. Dinge, die Ihnen früher Freude gemacht haben, verlieren an Bedeutung. Selbst alltägliche Aufgaben können viel Kraft kosten.

Manche Menschen erleben vor allem Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten. Andere ziehen sich zurück, zweifeln stark an sich selbst oder haben das Gefühl, den eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht zu werden.

Depressive Beschwerden können unterschiedliche Ursachen haben. Psychische, körperliche und soziale Faktoren können dabei zusammenwirken.

In der therapeutischen Begleitung geht es zunächst darum, Ihr Erleben ernst zu nehmen und gemeinsam zu verstehen, was Sie belastet. Wir können schauen, welche Anforderungen Sie erschöpfen, welche Bedürfnisse möglicherweise zu wenig Raum bekommen und welche kleinen, für Sie machbaren Schritte hilfreich sein könnten.

Gerade wenn die eigene Kraft begrenzt ist, braucht Veränderung keine zusätzlichen Leistungsansprüche.

Bei ausgeprägten oder länger anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche beziehungsweise psychiatrische Abklärung wichtig. Je nach Schweregrad können weitere Behandlungsangebote, etwa eine leitliniengerechte Psychotherapie oder medikamentöse Behandlung, sinnvoll oder notwendig sein.


Wie ich Sie in meiner Praxis begleite

Mir ist wichtig, Ihnen mit Offenheit, Respekt und Wertschätzung zu begegnen. Sie bringen Ihre eigene Lebensgeschichte, Ihre Erfahrungen und Ihre ganz persönlichen Möglichkeiten mit. Diese bilden die Grundlage unserer gemeinsamen Arbeit.

In meiner Praxis verbinde ich körperorientierte und systemische Psychotherapie mit ressourcenorientierten Ansätzen.

Das Gespräch gibt Raum für Ihre Gedanken und Erfahrungen. Gemeinsam können wir Zusammenhänge erkennen, belastende Muster besser verstehen und neue Perspektiven entwickeln.

Die Körperwahrnehmung ergänzt diesen Prozess. Sie kann dabei unterstützen, Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen bewusster wahrzunehmen und eigene Reaktionen besser einzuordnen.

Die systemische Perspektive berücksichtigt Ihre Beziehungen und Lebensumstände. Denn wie wir uns erleben und verhalten, steht häufig auch im Zusammenhang mit den Menschen und Erfahrungen, die uns geprägt haben.

Dabei richten wir den Blick nicht ausschließlich auf Schwierigkeiten. Ebenso wichtig ist, was Sie bereits an Fähigkeiten, Erfahrungen und inneren Ressourcen mitbringen – auch wenn diese im Moment vielleicht schwer zugänglich sind.

Welche Methoden wir einbeziehen, orientiert sich an Ihrem Anliegen und daran, was für Sie passend und hilfreich erscheint.


Wieder mehr Verbindung zu sich selbst finden

Im Alltag sind viele Menschen daran gewöhnt, Erwartungen zu erfüllen, Verantwortung zu übernehmen und einfach weiterzumachen. Die eigenen Gefühle und Bedürfnisse geraten dabei manchmal in den Hintergrund.

Vielleicht wissen Sie sehr genau, was andere von Ihnen brauchen, aber weniger deutlich, was Ihnen selbst guttut. Oder Sie bemerken erst spät, dass eine Situation zu viel geworden ist.

In der Psychotherapie kann es darum gehen, die eigene Wahrnehmung wieder ernster zu nehmen.

Was empfinde ich gerade? Was brauche ich? Wo liegen meine Grenzen? Was möchte ich verändern – und was darf bleiben, wie es ist?

Auf diese Fragen gibt es nicht immer sofort eine Antwort. Sie dürfen sich im gemeinsamen Prozess entwickeln.

Ziel ist nicht, ein anderer Mensch zu werden, sondern einen verständnisvolleren und selbstbestimmteren Umgang mit sich selbst zu finden.


Wann kann körperorientierte Psychotherapie sinnvoll sein?

Vielleicht wünschen Sie sich Unterstützung, weil Sie

  • sich häufig angespannt, überfordert oder erschöpft fühlen,
  • unter Ängsten, wiederkehrenden Sorgen oder Panikattacken leiden,
  • depressive Verstimmungen, Niedergeschlagenheit oder Antriebslosigkeit erleben,
  • Schwierigkeiten haben, mit belastenden Gefühlen umzugehen,
  • Ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen besser wahrnehmen möchten,
  • wiederkehrende Konflikte oder Beziehungsmuster verstehen möchten,
  • sich in einer persönlichen Krise oder Phase der Neuorientierung befinden,
  • sich selbst häufig kritisch begegnen oder an sich zweifeln,
  • nach belastenden Erfahrungen wieder mehr Sicherheit und Vertrauen entwickeln möchten.

Sie müssen Ihr Anliegen nicht bereits genau einordnen können, bevor Sie Unterstützung suchen.

In einem ersten Gespräch können wir gemeinsam schauen, was Sie beschäftigt und ob meine therapeutische Arbeitsweise zu Ihren Bedürfnissen passt.


Veränderung braucht keinen festen Zeitplan

Manche Entwicklungen beginnen damit, dass etwas verständlicher wird. Andere zeigen sich darin, dass Sie eine Grenze deutlicher wahrnehmen, eine Entscheidung bewusster treffen oder in einer vertrauten Situation anders reagieren können.

Nicht jeder Schritt ist sofort sichtbar. Und nicht alles muss gleichzeitig verändert werden.

Mir ist wichtig, dass Sie den therapeutischen Prozess mitgestalten können. Wir orientieren uns an Ihrem Tempo, Ihren Möglichkeiten und den Themen, die für Sie gerade wesentlich sind.

In meiner Praxis für körperorientierte Psychotherapie in Duisburg möchte ich Sie dabei unterstützen, Ihren eigenen Erfahrungen mit mehr Verständnis zu begegnen und neue Handlungsspielräume zu entdecken.

Mögliche Methoden


Erdung

Erfahrung mit verschiedenen Erdungsübungen, die einen guten Bodenkontakt ermöglichen und Kontakt zur Realität herstellen
Zentrierung

Erlernen, den Focus auf die Mitte des Körpers gerichtet zu halten und diese unabhängig von der aktuellen Lebenssituation zu spüren und beizubehalten
Grenzen

körperliche Grenzen spüren, Grenzen des persönlichen Raumes wahrnehmen, territoriale und soziale Grenzen sowie die Fähigkeit, sich selbst Raum/Platz in sozialen Kontakten zu verschaffen und sich seinen eigenen Raum zu nehmen (mehr erfahren)
Energiemanagement

Fähigkeiten erwerben, die es ermöglichen, das Energieniveau des Körpers zu regulieren wie z.B. die Intensität Emotionen hoch oder runter zu regeln und gleichzeitig präsent zu bleiben, in Kontakt mit sich selbst und anderen
Containtment

Erlernen der Fähigkeit eine Emotion zu erleben und zu halten

Körperorientierte Psychotherapie


… Fördert zum Beispiel

  • eine gesunde Körperwahrnehmung
  • Vertrauen in die eigene Wahrnehmung
  • Selbstregulationsfähigkeit
  • Kontakt- und Bindungsfähigkeit
  • gesunde Beziehung zum eigenen Körper
  • gesunde Abgrenzung und Grenzen zu ziehen ohne aus dem Kontakt zu gehen
  • Abbau von Ängsten und Depressionen
  • Regulation von Emotionen
  • Erkennen und Veränderung von destruktiven Verhaltensmuster