SCHOCKTRAUMATA
Usachen
Ein Schocktrauma ist das, was allgemein unter Trauma verstanden wird. Es entsteht durch ein einmaliges überwältigendes Ereignis wie z.B. einen Unfall, eine Operation, Verlust eines nahestehenden Menschen oder eine Naturkatastrophe. Es kann als Folge ein posttraumatischen Belastungssyndrom (PTBS) entstehen. Ein Trauma kann als Verletzung durch ein extrem belastendes Ereignis verstanden werden. Es löst Gefühle von Angst, Hilflosigkeit, Kontrollverlust, Ohnmacht und Ausgeliefertsein aus und überfordert die normalen Bewältigungsstrategien eines Menschen.
Wenn in einer bedrohlichen Situation weder Kampf noch Flucht möglich sind, schaltet der Organismus auf seine Überlebensstrategien um. Der Mensch erstarrt und dissoziiert oder kollabiert (Todstellreflex) Diese natürlichen Reaktionen sind autonom gesteuert und nicht beeinflussbar, denn sie sichern unser Überleben.
Die Überflutung im Rahmen einer überwältigenden Stressreaktion behindert die angemessene Verarbeitung des Erlebten mit der Folge, dass Betroffene die gemachte Erfahrung nicht in ihr explizites Gedächtnis integrieren und wieder Abstand davon gewinnen können. Traumatische Erlebnisse werden dann wie in Splitterstücke abgespeichert. Sie sind oft nur teilweise erinnerbar, beeinflussen jedoch unser Denken, Fühlen, Verhalten und Handeln.
Der Organismus eines traumatisierten Menschen befindet sich in ständiger Alarmbereitschaft, denn das Trauma ist im Körper gebunden und nicht im Ereignis.