Shiatsu
Achtsame Berührung – wieder in Kontakt mit dem eigenen Körper kommen
Manchmal zeigt sich eine anhaltende Belastung nicht nur in unseren Gedanken und Gefühlen, sondern auch körperlich. Verspannungen, innere Unruhe, Erschöpfung oder das Gefühl, den eigenen Körper kaum noch wahrzunehmen, können den Alltag begleiten.
Shiatsu bietet die Möglichkeit, dem eigenen Körper in einer ruhigen und achtsamen Atmosphäre Aufmerksamkeit zu schenken. Die Berührung kann dazu einladen, innezuhalten, körperliche Empfindungen bewusster wahrzunehmen und Momente der Entspannung zu erleben.
Gerade nach belastenden oder traumatischen Erfahrungen kann es schwierig sein, sich im eigenen Körper wohlzufühlen. Eine behutsame, selbstbestimmte Erfahrung von Berührung kann hier unterstützend sein – vorausgesetzt, sie wird als angenehm und sicher erlebt.
Was ist Shiatsu?
Shiatsu ist eine aus Japan stammende Form der Körperarbeit, deren traditionelle Grundlagen unter anderem von ostasiatischen Vorstellungen über Energiebahnen und körperliches Gleichgewicht geprägt sind.
Bei einer Anwendung arbeite ich mit ruhigem, rhythmischem Druck durch Hände, Daumen und gegebenenfalls Ellbogen. Sanfte Dehnungen und Bewegungen können die Behandlung ergänzen.
Die Berührungen werden an Ihre persönlichen Bedürfnisse und Ihr körperliches Empfinden angepasst. Sie können dazu beitragen, Muskelspannung bewusster wahrzunehmen, Entspannung zu fördern und ein angenehmeres Körpergefühl zu entwickeln.
Eine Shiatsu-Anwendung dauert etwa 60 bis 75 Minuten.
Shiatsu als Ergänzung zur Traumatherapie
Menschen mit traumatischen Erfahrungen erleben Berührung sehr unterschiedlich. Was für einen Menschen wohltuend ist, kann sich für einen anderen unangenehm oder verunsichernd anfühlen.
Deshalb ist mir bei der Anwendung von Shiatsu ein besonders achtsamer Umgang mit Nähe, Berührung und persönlichen Grenzen wichtig.
Wir besprechen vorab, welche Form der Berührung für Sie angenehm und passend ist. Sie entscheiden jederzeit selbst, ob und wie Sie berührt werden möchten. Die Anwendung kann verändert, unterbrochen oder beendet werden.
Wenn Berührung als sicher und wohltuend erlebt wird, kann sie eine Möglichkeit sein, den eigenen Körper wieder bewusster wahrzunehmen und angenehme körperliche Erfahrungen zu machen.
In diesem Sinne kann Shiatsu meine körperorientierte traumatherapeutische Arbeit ergänzen. Es ersetzt jedoch keine gezielte psychotherapeutische Behandlung traumabedingter Beschwerden.
Wann kann Shiatsu wohltuend sein?
Shiatsu kann als ergänzendes Angebot insbesondere dann interessant sein, wenn Sie sich mehr Ruhe, Entspannung und bewusste Körperwahrnehmung wünschen.
Menschen nehmen Shiatsu beispielsweise in Anspruch bei:
- körperlichen Verspannungen und stressbedingter Anspannung
- innerer Unruhe und Erschöpfung
- Schlafproblemen
- psychosomatischen Beschwerden
- emotional belastenden Lebensphasen
- dem Wunsch, wieder einen angenehmeren Kontakt zum eigenen Körper zu entwickeln
Manche Menschen erleben nach einer Anwendung mehr Ruhe, Leichtigkeit oder Klarheit. Andere nehmen vor allem wahr, wie sich ihr Körper anfühlt und was sie gerade brauchen.
Wie Shiatsu erlebt wird, ist individuell. Die wissenschaftliche Evidenz für eine gezielte Behandlung psychischer Erkrankungen oder Traumafolgestörungen durch Shiatsu ist bislang begrenzt.
Raum für Ruhe und eigene Wahrnehmung
In meiner Praxis möchte ich Ihnen mit Shiatsu einen geschützten Rahmen bieten, in dem Sie sich Ihrem Körper mit Aufmerksamkeit und ohne Leistungsdruck zuwenden können.
Es geht nicht darum, etwas Bestimmtes erreichen oder empfinden zu müssen. Vielmehr dürfen Sie wahrnehmen, was sich für Sie angenehm und stimmig anfühlt – und ebenso, wo Ihre Grenzen liegen.
So kann Shiatsu eine wohltuende Ergänzung sein, um sich selbst wieder bewusster zu spüren und dem eigenen Körper mit mehr Vertrauen und Freundlichkeit zu begegnen.